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In den Messehallen und auf dem Gleisgelände unter dem Berliner Funkturm präsentieren alle wichtigen Hersteller der Branche alle zwei Jahre ihre neuesten Fahrzeuge, Komponenten und Systeme. Einen Überblick über die Highlights der Fachschau liefert der Neuheitenreport. Er ist alphabetisch nach Ausstellernamen geordnet und stellt ausgewählte Exponate und Angebote vor. Die Zusammenstellung unten zeigt Ihnen die Neuheiten der InnoTrans 2012. Die Bilder lassen sich per Mausklick vergrößern und herunterladen.
Der neue Traktionstransformator PETT (power electronic traction transformer) von ABB Railway ist dank Leistungselektronik kleiner und leichter als konventionelle Modelle. Er erhöht die Energieeffizienz des Zuges und basiert auf einer innovativen Multilevel-Umrichtertopologie. Dabei kommen IGBT-Leistungs-Halbleiter (insulated gate bipolar transistor) sowie Mittelfrequenz-Transformatoren zur Anwendung. Sie ersetzen konventionelle Transformatoren-Gleichrichter-Kombinationen. Der Mittelfrequenz-Transformator reduziert zudem den Geräuschpegel. Als Teil einer langfristigen Partnerschaft zwischen den Schweizerischen Bundesbahnen und ABB befindet sich derzeit eine Pilotinstallation eines PETT in einer Rangierlokomotive im Testeinsatz. Diese ist im Genfer Hauptbahnhof stationiert und wird dort sowohl im 15-kV-Wechselstrom- wie auch im 1,5-kV-Gleichstrom-Netz betrieben. Der eingesetzte PETT hat eine Nennleistung von 1,2 MW und kann kurzzeitig bis 1,8 MW liefern.
Auf der InnoTrans2012 stellt der französische Hersteller ACKSYS sein neues, sehr stabiles WiFi-Gerät WLn-ABOARD vor. Die Technologie des innovativen Produkts ist speziell auf Schienenfahrzeug-Anwendungen zugeschnitten. Es verfügt über alle zuverlässigen Technologien des Vorgängermodells WLg-ABOARD und bietet vor allem Dual-Funk IEEE 802.11n a/b/g mit bis zu zweimal 300 Mbps. Dieses Dual-RF-Design ist das herausragende Merkmal der gesamten Lösung, denn es ermöglicht das gleichzeitige Betreiben zweier Netzwerke zur Überbrückung von Waggons, zur Kommunikation innerhalb eines Wagens sowie zur Bereitstellung einer sicheren und gut verfügbaren kabellosen Verbindung. Aufgrund der optimierten Roaming-Leistung (handover = 0 ms) ermöglicht es WLn-ABOARD den Anwendern, ihre mobile Kommunikation während der Fahrt zu verbessern und eine Vielzahl neuer Fahrzeug-Netzwerkanwendungen zu nutzen. Das betrifft zum Beispiel den kabellosen Internetzugang, Voice over IP, WiFi-Service für Fahrgäste, CCTV und die intelligente Fahrzeugwartung und -diagnose.
Die Bahnfunkantennen der Serie OmniPlanar-TOP 230 AMR vereinen erstmals die Antennentechnik analoger 2-m-Band-Funksysteme und digitaler Kommunikationssysteme, beispielsweise für Tetra/ GSM/ UMTS/ GPS/ WLAN. Hierbei erlauben sie die gemeinsame Nutzung verschiedener Funksysteme über eine einzige Antenne bei einer sehr flachen Bauweise von nur 140 Millimeter Antennen-Aufbauhöhe. Damit zählen die Antennen laut Hersteller zu den flachsten 2-m-Band-Bahnantennen für den Markt des öffentlichen Personennahverkehrs. Aufgrund der selektiven Ankopplung des jeweiligen Frequenzbereiches über hochwertige Steckverbinder der N-Typ-Serien werden keine kostenintensiven Splitter – wie bei bereits bekannten Breitband-Bahnantennen – benötigt. Durch diese selektive Ankopplung verbessert sich der Wirkungsgrad der Einzelbänder gegenüber herkömmlichen Multiband-Breitbandkonzepten mit nur einem Anschluss wesentlich. Eine sehr flache 2-m-Band-Bahnantenne mit einer Bauhöhe von nur 60 Millimeter kommt zeitgleich zur InnoTrans 2012 auf den Markt.
Die EG-Verordnung (TSI) „Telematikanwendungen für den Güterverkehr“ schreibt unter Punkt 4.2.8 im Berichtswesen der Wagenbewegung vor, dass Daten wie Wagenabfahrt, Wagenankunft, Gefahrgut und UIC-Nummer gespeichert und elektronisch zugänglich sein müssen. Alle diese Informationen lassen sich erstmals von NUMBERCheck, einem neuen intelligenten optischen System, automatisch bei der Ein- oder Ausfahrt zum Rangier- oder Containerbahnhof bzw. zum Werks- oder Hafengelände erfassen. Die erfassten Daten werden dann im Datennetz der Bahn oder des Werkes zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden zu jeder Wagennummer Bilder des Waggons gespeichert. Diese Aufnahmen geben über den jeweiligen Erhaltungszustand des Waggons Auskunft, um so gegebenenfalls mögliche Schadensersatzansprüche klären oder einleiten zu können. Dank der Schnittstellen zu nahezu allen bekannten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen bietet das neue System außerdem eine automatische Abrechnung für die Infrastrukturbesitzer.
Die Drehgestell-Hebeanlage der österreichischen Firma Autolift kann neben aufgeständerten Geleisen bodeneben eingebaut werden. Sie erreicht durch die Teleskop-Bauweise bei nur 1.500 Millimeter Einbautiefe einen Nutzhub von 1.800 Millimeter. Vier teleskopierende Unterflur-Hebeböcke heben dabei am Lagergehäuse das Drehgestell an, so dass die Räder drehbar bleiben. Durch den Einsatz von mobilen Achsabstützungen und einem in der Mitte angeordneten Unterflur-Hebebockpaar lassen sich auch komplette Achsen ausbauen und absetzen sowie der verbleibende Drehgestellrahmen mit der verbleibenden Achse abheben. Die Hebeanlage zeichnet sich durch optimale Zugänglichkeit rund um das Drehgestell sowie unter dem Drehgestell aus. Bestehende aufgeständerte Geleise sind so in eine Drehgestell-Werkstatt ohne größere bauliche Maßnahmen umfunktionierbar. Autolift hat sechs seiner Drehgestell-Hebeanlagen Anfang 2012 in einem Metro-Depot in Oslo eingebaut. Unter Verwendung von Längs-Traversen wurde der Einsatzbereich auf Straßenbahn-Drehgestelle, die einen kürzeren Achsabstand haben, erweitert.
Die CYCLOJET HEAVY-DUTY (HD)- Serie der Firma Cyclosystem aus Singapur umfasst vollautomatische mechanische Ersatzteilreiniger auf Basis einer SprayJet-Reinigungstechnologie. Sie eignen sich zur Reinigung großer und stark beanspruchter Ersatzteile im Eisenbahnbereich. Um eine flexible Handhabung zu ermöglichen, gibt es eine Single- und eine Multiple-Stage-Version des Produkts. Dadurch können Anwender sowohl einfachen als auch sehr komplexen Reinigungsanforderungen gerecht werden. Die Multi-Stage-Variante beinhaltet Reinigen, Spülen und Trocknen. Die integrierte SprayJet-Reinigungstechnologie erreicht fast alle Winkel der zu reinigenden Teile und verfügt über einen Eigenantrieb durch den Jet selbst – unterstützt durch das spezielle, rotierende Wasserverteilungssystem des Ausstellers. Die Reinigungslösungen werden je nach Bedarf automatisch dem separierten Reservetank oder dem Hauptreinigungstank zugeführt. Die Reinigung erfolgt 100 Prozent wasserbasiert mit automatischer Filterung und mit einem Recycling-Faktor von 100 Prozent. Damit ist die Reinigung auch nachhaltig und umweltfreundlich.
Mit dem neuen FAIST Rail-System hat der Krumbacher Anlagenbauer einen hochwirksamen und optisch ansprechenden Schallschutz für Eisenbahnstrecken nach RIL 804.5501 entwickelt. Das System erhielt die Zulassung TM 2011-278I.NVT4 der DB Netz AG für Hochgeschwindigkeitsstrecken mit v = 300 km/h. Basis hierfür ist eine Konstruktion, die sich deutlich von den bisher verfügbaren Lärmschutzwänden unterscheidet. Zu den entscheidenden Vorteilen des neuen Systems zählt, dass die Elemente aus Aluminium gefertigt werden und selbsttragend sind, also keinen zusätzlichen Rahmen benötigen. Diese Konstruktionsweise spart Ressourcen, denn die Elemente können in einer Länge von zwei bis fünf Metern ausgeführt werden. Dies ermöglicht große Pfostenabstände und erleichtert die Montage des Systems. Das FAIST Rail-System weist eine sehr gute schall-schluckende Wirkung auf. Es erreicht einen Schalldämmwert von 31 Dezibel nach DIN EN ISO 717 und einen Absorptionsgrad von 14 Dezibel.
Der englische Aussteller Hepworth Rail International nutzt die InnoTrans 2012, um seine neueste Innovation als namhafter Anbieter von Scheibenwisch- und Scheibenwaschsystemen dem internationalen Fachpublikum offiziell zu präsentieren. Der vollständig Eisenbahn kompatible und funktionale Regen-Sensor erfüllt die meisten Kundenanforderungen hinsichtlich einer gestiegenen Zahl neuer fahrerloser Züge und er gewährleistet klare Sicht für die Passagiere. Ebenso bietet diese Entwicklung erhebliche Vorteile sowie eine verbesserte Betriebssicherheit für die Fahrer aller neuen wie auch nachgerüsteten Fahrzeuge. Der neue Sensor wurde bereits vollständig getestet und zugelassen. Derzeit laufen Tests in Korea. Weitere Projekte sind in Europa und Australasia vorgesehen. Der neue Eisenbahn-Sensor reiht sich ein in die Bemühungen des Ausstellers, Innovationen zu entwickeln, die den Kundenanforderungen entsprechen und richtungsweisend sind.
Aufbauend auf den bewährten europa- und weltweit eingesetzten Hypertac-Rundsteckverbindern der Serie BOA hat die Firma eine neue Mini-Plattform für das ASFA-System entwickelt. Die neue Serie der 13-poligen Rundsteckerverbinder ist mit neuartigen Anti-Manipulations-Schrauben ausgerüstet, die jede Art von externen menschlichen Eingriffen im Feldeinsatz verhindern. Die Serie ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Die Stecker sind mit verschiedenfarbigen Eloxalschichten überzogen. Je nachdem, welcher Stecker in die Anschlussdose gesteckt wird, ändert das System seine Funktionalität. Deshalb sind die einzelnen Farben den unterschiedlichen Funktionen zugeordnet. Eine 21-polige Ausführung ist ebenso verfügbar. Weitere Konfigurationen mit einer noch höheren Anzahl von Kontakten sind möglich. Der Hersteller verweist darauf, dass seine Verbindungs-Lösungen im Bahnsignalmarkt wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit auf Grund der Hyperboloid-Kontakttechnologie anerkannt sind und den Kundenanforderungen gerecht werden.
Nicht zuletzt wegen seiner sicherheitsrelevanten Eigenschaften hat sich der Hochleistungs-Werkstoff Silicon im Schienenfahrzeugbau vom Nischenprodukt zu einem neuen Standard entwickelt. Denn er besteht nicht wie Gummis, zum Beispiel EPDM, NBR und SBR, hauptsächlich aus Kohlenstoff, der im Brandfall raucht und rußt, sondern aus Silicium. Dadurch brennt Silicon mit geringer Rauchgasdichte und nicht toxisch, das bedeutet halogenfrei ab. Daher erfüllen die Silicone von M+S Silicon auch die anspruchsvollsten Normen im Bahnbereich, wie NF F 16 101 (Rauchklasse F0), CEN/TS 45545 (HL1), DIN 5510 (S4 SR2 ST2) und BS 6853 – teils auch als geschäumtes Material. Der Mischungsentwicklung des Ausstellers ist es gelungen, den letzten Nachteil dieser flammgeschützten und sicheren Materialien aufzuheben: ihre mäßige mechanische Belastbarkeit. Mit den neuartigen FLEXCOMP®-Basistypen von M+S Silicon stehen dem Konstrukteur zukünftig noch mehr Möglichkeiten für verdeckte und sichtbare Teile in Zugfahrzeug und Waggon zur Verfügung.
Anfang 2011 erhielt Metawell von Siemens einen Auftrag zur Lieferung wesentlicher Komponenten für den Innenausbau des Schlafwagens RZD. Für die etwa 20 Meter lange und rund 2,50 Meter hohe Längs-Trennwand sowie die zehn Abteiltüren sollten Metawell®-Aluminium-Sandwich-Platten verwendet werden. Durch die Leichtbauweise dieser Platten konnten die äußerst strengen Gewichtsvorgaben erfüllt werden. Weitere wesentliche Auftragspunkte waren die Einhaltung russischer und europäischer Brandschutzvorschriften sowie der Einsatz von modernen und ökologisch-nachhaltigen Materialien. Zudem zeichnet sich die eingesetzte Metawell®-Platte durch ihre Pulverbeschichtungsfähigkeit aus. Daraus resultiert eine ebenmäßigere Oberfläche mit höherer Kratzfestigkeit und Reinigungsmittelbeständigkeit. Metawell montiert sämtliche Komponenten bereits bei Auslieferung vor und liefert somit ein einbaufertiges System. Dadurch verkürzen sich die Montagezeiten am Siemens-Standort Wien erheblich.
Für die Leistungsübertragung im elektrischen Antriebsstrang von Schienenfahrzeugen hat Multi-Contact seinen neuen hochleistungsfähigen Modular Power Connector (MPC) entwickelt. Er wird unter anderem zur Kontaktierung von Transformator, Traktionsmotor, Umrichtern und Batterien sowie zur Leistungsverbindung zwischen den Wagen eingesetzt. Mit Nennwerten von 3.600 Volt und bis zu 700 Ampere eignet er sich zudem für viele andere industrielle Hochstrom- und Hochspannungs-Anwendungen. Der robuste Steckverbinder mit Schutzart IP66/IP67 in gestecktem Zustand ist für anspruchsvolle Anwendungen mit über 500 Steckzyklen ausgelegt. Für verschiedene Kontaktdurchmesser und Kabelquerschnitte von 10 bis 240 mm² stehen unterschiedliche Isolierkörper zur Verfügung, die alle kompatibel sind. Bis zu 15 Module sind kombinierbar. Eine optionale Kodierung verhindert Verpolung. Da der MPC für die raue Umgebung von Bahnanwendungen entwickelt wurde, ist er unter anderem vibrations- und schockgeprüft gemäß EN 61373 sowie korrosionsbeständig (240 Stunden Salznebeltest) nach EN 60068-2-11.
Die in Bielefeld ansässigen MöllerWerke entwickeln und produzieren unter dem Markennamen möllerbalg® Fahrmotor-Belüftungsbälge. Auf der InnoTrans 2012 präsentiert die Firma erstmals ihre neueste Balgausführung. Zu den Vorzügen gehört der mehrschichtige, selbstentwickelte Materialaufbau aus Silikon-Nomex-Gewebe. Die definierten stabilen Falten gewährleisten einen bestimmten Bewegungsablauf des Balges. Die Außenkontur ist absolut geschlossen und weist keine Nahtstellen auf, wie dies bei konventionellen Fahrmotor-Belüftungsbälgen sonst üblich ist. Dies wird durch die abschließende Vulkanisation erreicht. Weitere Vorteile bestehen in der Gasdichtheit sowie in der Überdruckstabilität auch bei größeren Innendrücken durch Außenringe im Faltengrund. Zudem sind die neuen Bälge sehr verschleißfest, unempfindlich gegen Schläge von außen, chemisch beständig und sie besitzen eine hohe Standzeit.
EFT-NGTM ist ein innovatives Steck-&-Fertig-System zur Heizbandsteuerung mit Rückführung. Es zeichnet sich durch seine Prozessoptimierung, Servicefreundlichkeit und ein Höchstmaß an Flexibilität aus. Ein weiterer Pluspunkt ist der hardwareseitige Aufbau. Mit diesem modularen Überwachungs- und Regelsystem sind bis zu zehn unterschiedliche Funktionsbausteine variabel auf einer Versorgungs- und Überwachungseinheit miteinander kombinierbar. Die Überwachung von selbstlimitierenden Heizbändern ist dank EFT-NGTM sehr einfach. Das EFT-NGTM ist eine zentrale Überwachungs- und Regeleinheit mit einem gemeinsamen Diagnoseausgang. Durch die Diagnosefähigkeit des neuen Systems entfällt die aufwändige Suche nach Fehlerquellen. Das EFT-NGTM ermöglicht die Regelung und Überwachung von Temperatur und anderen Grenzwerten mit Sensoren. Mit den neuen Heizbandtypen AFS, FS+ und anderen Qualitäten steht ein robustes selbstlimitierendes Heizsystem für die Beheizung von Weichen, der dritten Schiene und anderen Anwendungen im Bahnbereich zu Verfügung.
Mit der Projektmanagement-Software Projektron BCS können Anwender unterschiedlichste Projekte effizient planen, leicht koordinieren und umfassend auswerten. Auf der InnoTrans 2012 stellt das Berliner Softwarehaus den Messebesuchern erstmals seine neueste Edition vor: Projektron BCS.start. Dieses Tool richtet sich an Projektteams mit bis zu 15 Mitarbeitern. Ausgerüstet mit den wichtigsten Projektmanagement-Werkzeugen und mit hilfreichen Unterstützungsfunktionen ist die neue Einstiegslösung auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen optimiert. Weitreichende Werkzeuge für Projekte und Unternehmen vereint das Hauptprodukt Projektron BCS unter einer Oberfläche. Mit flexibler Währungswahl und bis zu sieben Sprachversionen ist Projektron BCS bestens ausgestattet – auch für internationale Großprojekte. Zu den europaweit über 400 Kunden zählen auch Unternehmen aus der Verkehrstechnik, zum Beispiel die Interfleet Technology GmbH aus Wiesbaden.
SAB Bröckskes, Hersteller von halogenfreien Ethernet- und Gigabit-Ethernet-Leitungen für die Bahntechnik, erweitert seine Produktreihe SABIX Rail um die Typen SABIX R 660 CAT 5e und SABIX R 691 CAT 6. Mit den neuen CAT 5e- und CAT 6-Ethernet-Leitungen rundet die Firma ihr Produktportfolio für die Schienenfahrzeugtechnik ab und kann damit zusätzliche Bahnleitungen anbieten. Die Typen SABIX R 660 CAT 5e 2x2x22 AWG und SABIX R 691 CAT 6 4x2x26 AWG erfüllen die Brandschutznorm DIN 5510. Nach den Prüfungen auf Brandweiterleitung, Rauchgasdichte und Toxizität hat SAB Bröckskes damit Ethernet-Leitungen für die Bahntechnik im Angebot, die extern zertifiziert sind. Zu den Einsatzgebieten der neuen Typen gehören Ethernet- und/oder Gigabit-Ethernet-Vernetzungen in Schienenfahrzeugen. Das betrifft zum Beispiel die Einrichtung von Fahrgast-Informationssystemen, Überwachungstechnik oder E-Ticketing-Systeme. Darüber hinaus erfüllen diese Leitungen der Produktreihe SABIX Rail laut Hersteller die höchsten Sicherheitsstandards in Hinblick auf den Brandschutz.
Vor mehr als zehn Jahren entwickelte die französische Firma UNAC für die Wartung von Oberleitungen das All-Terrain-Leichtfahrzeug X3. Das neue geländegängige Zweiwege-Fahrzeug X6 besitzt eine hochleistungsfähige Arbeitsplattform. Sie erreicht eine Höhe von mehr als zehn Meter, fünf Meter von der Schienenmitte, und kommt somit ein gutes Stück höher als die Strommasten. Der X6 profitiert von den Merkmalen und der Funktionalität des hydrostatischen UNAC HYD-rev-Antriebs, der einen kraftvollen und geschmeidigen Zugang zur Schiene ermöglicht. Wie beim X3 braucht der Anwender weniger als fünf Minuten, um auf die Schiene zu kommen. Während des Auffahrens sowie während der Arbeiten bleibt das gegenüberliegende Gleis frei für den offenen Zugverkehr. Die Entwickler haben bei diesem Fahrzeug besonderes Augenmerk auf die Ergonomie gelegt und auf eine einfachere und hilfreichere Bedienung geachtet. So unterstützt ein digitales Display die Fehlerdiagnose und vereinfacht die Lösung von Problemen.
Seine RockStar® HighPower-Steckverbinderfamilie erweitert Weidmüller um die neuen Hochstrom-Steckverbinder RockStar® HighPower-250-A in Crimp-Anschlusstechnik für 250 Ampere und bis 4.000 Volt. Sie sind wie die RockStar® HighPower-550-Ampere-Version modular aufgebaut. Problemlos und platzsparend lassen sich die bis 250 Ampere belastbaren Leistungskontakte montieren und so verschiedene vibrationsfeste Versionen realisieren. Das als Stecker-, Sockel- und Anbaugehäuse ausgelegte zweiteilige Aluminiumdruckgussgehäuse der Baugröße 8 besitzt einen großflächig dimensionierten PE-Anschluss. Gleiches gilt für den Gegenrahmen. Die hoch schlagfesten und korrosionsresistenten Gehäuse sind in Schutzart IP 68 oder IP 69k ausgeführt und problemlos montierbar. Weidmüller hat die Crimpkontakte des RockStar® HighPower-250-A neu konstruiert, so dass sie über die M25-Kabeleingangsbohrung demontierbar sind. Mehr-, fein- und feinstdrähtige Kupferleiter von 25 bis zu 95 mm² lassen sich mit Standard-Crimpwerkzeugen problemlos anschließen.
Für den dauerhaften Einsatz in Eisenbahnsystemen, Tunnel- und Signalanlagen ist der industrielle Ethernet-Rail-Switch konzipiert. Viper-212 entspricht dem EN50155-Standard und verfügt über verstärkte M12-Stecker. Eine außergewöhnliche Gore-Tex-Membran verhindert die Bildung von Kondenswasser durch den Tag- und Nacht-Wechsel. Der Managed-Layer-3-Switch besitzt zwölf 10/100-Mbit/s-Ethernet-Ports, je eine USB- und eine RS232-Schnittstelle. Mit einer Rekonfigurationszeit unter 20 Millisekunden ist er laut Hersteller einer der schnellsten auf dem Markt. Der Rail-Switch unterstützt Quality of Service mit vier Prioritäts-Warteschlangen. Die MTBF von 900.000 Stunden garantiert einen langfristigen und zuverlässigen Einsatz im Feld. Das Betriebssystem WeOS ist in der Lage, ohne manuelle Neukonfiguration jede Positionsänderung, Drehung und Ergänzung eines Schienenfahrzeugs zu erkennen und zu kompensieren. Damit bleibt der Informationsfluss in jedem Waggon gewährleistet und der Datenverkehr während der Fahrt stabil.
Der Trend bei Fahrscheindruckern und Bordrechnern im öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) geht immer stärker zu All-in-One-Lösungen. Dieses Konzept in Kombination mit der neuen intelligenten Montageplatte des österreichischen Ausstellers ZELISKO sorgt für eine Minimierung des Verkabelungsaufwands bei gleichzeitiger Maximierung des Funktionsumfangs. In der Montageplatte haben die Entwickler trotz kompakter Bauweise die gesamten Kommunikations-Baugruppen (UMTS/GPS) mit Notruftaster, elektroakustischer Anlage und Fahrzeug-Datenspeicher verbaut. Auch wenn der Zelisko-Bordrechner FSD5plus im Fahrzeug nicht in Betrieb ist oder wenn er sogar gerade ausgebaut wurde, lässt sich ein Notfallruf mittels des seitlich angebrachten Tasters aufbauen, solange eine Zelisko-Montageplatte vorhanden ist. So werden die Fahrzeuge der Betreiber zu „fahrenden Notrufsäulen“ und erhöhen die Sicherheit im ÖPV. Zusätzlich ist auch ein Überfallruf mittels eines Fußtasters möglich.
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