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InnoTrans Blog

Kooperation: ZF im „advanced TrainLab”

April 2020

Die ZF-Sensoren befinden sich am Drehgestell des Versuchszugs.
Foto: ZF Friedrichshafen AG

Die ZF Friedrichshafen AG kooperiert mit der DB AG bei der Erprobung neuer Technologien im Eisenbahnsektor im „advanced TrainLab“ – einem Versuchsträger der Deutschen Bahn AG auf Basis eines ICE-TD, der derzeit zu Erprobungszwecken auf den Gleisen der Bundesrepublik unterwegs ist.

Connect@rail ist ein fortschrittliches System für Condition Monitoring, das eine umfangreiche Zustandserkennung von Komponenten des Versuchszuges erlaubt. Darüber hinaus ermöglicht connect@rail, die Schieneninfrastruktur auf potenzielle Gefahrenstellen hin zu überprüfen. So können Sicherheit und Effizienz im Bahnverkehr gesteigert werden. Denn alleine in Deutschland pendeln 18,4 Millionen Menschen täglich zur Arbeit – das sind 59,4 Prozent aller Beschäftigten. Tendenz: steigend. Der Pkw ist dabei zwar noch immer die erste Wahl für Arbeitnehmer, doch Staus, Parkplatzmangel und steigende Emissionen erfordern ein Umdenken. Wenn der Bahnverkehr eine größere Rolle im Mobilitätsmix der Gesellschaft spielen soll, müssen Züge Auslastungsspitzen und schnelleren Taktraten standhalten sowie effizienter im Fahrbetrieb agieren. Zudem gilt es, Ausfälle zu vermeiden. Die Deutsche Bahn erforscht deswegen mit dem „advanced TrainLab“ – einem rollenden Versuchslabor auf Basis eines Triebzugs der Baureihe 605 (ICE-TD) – den Einsatz neuer, innovativer Technologien, um diese Ziele zu erreichen. ZF kooperiert mit der DB AG und hat sein connect@rail-System in das dieselelektrische Gespann installiert. Für den Einsatz im „advanced TrainLab“ verbaut ZF kabellose Beschleunigungssensoren auf den ungefederten Teilen des Drehgestells des Zuges, das zusätzlich auch das Temperaturverhalten, die Schwingungen und Vibrationen sowie die Neigung des Zugs erfassen kann. Außerdem kann der Rad-Schiene-Kontakt kontrolliert werden. Somit ermöglicht connect@rail nicht nur die Überwachung des Fahrzeug-, sondern auch des Gleiszustands.

Alles im Blick

Die Mess- und Streckendaten werden an die ZF IoT Cloud übermittelt und können zur Auswertung und Visualisierung via Computer oder Mobilgerät ausgelesen werden. Der Betreiber erhält so in Echtzeit Analysen, die ihm helfen, den Zustand des Fahrzeugs und der Infrastruktur zu erkennen und Wartungszyklen zustandsbezogen zu planen. Dies gewährleistet einen reibungslosen und kostenoptimierten Betrieb der gesamten Flotte. Fahrgäste profitieren von einem effizienteren Schienenverkehr und erhöhter Fahrzeugverfügbarkeit. Der Erprobungszug der DB AG biete eine einmalige Gelegenheit, das fortschrittliche Condition-Monitoring-System unter realen Bedingungen zu testen, kommentierte Dr. Klaus Geißdörfer, Leiter der ZF-Division Industrietechnik die Zusammenarbeit. Unter dem Leitwort Mobility-Life-Balance arbeite ZF über alle Geschäftsfelder auf das Ziel einer sauberen und sicheren Mobilität hin.

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