Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

InnoTrans Blog

Leistungselektronik von Medcom für den Impuls

April 2020

Die Leistungselektronik im Impuls 36Weh stammt von Medcom.
Foto: Medcom Sp. z o.o

Der neue Impuls 36Weh des polnischen Fahrzeugbauers Newag SA ist ein dreiteiliger Gelenktriebzug, der sowohl elektrisch – mit Stromabnehmer unter Fahrstrom – als auch mit Diesel angetrieben werden kann.

Somit kann der Diesel-Elektro-Hybrid auch auf Streckenabschnitten ohne Oberleitung fahren. Der Triebzug hat eine Kapazität von circa 330 Personen und ist auf eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Ausgestattet wurde Polens erster Hybridzug mit Traktionswechselrichtern, Hilfsumrichtern, Batterieladegeräten, dem Zugsteuerungs- und Überwachungssystem (TCMS) und Niederspannungs- Verteilern von Medcom Sp. z o.o. aus dem polnischen Warschau.

Zukunftstaugliches System

Das moderne Antriebssystem besteht aus zwei Traktionsgehäusen zur Betriebssteuerung der asynchronen Fahrmotoren mit je 400 Kilowatt Leistung und zur Spannungserzeugung für die Versorgung der Bordsysteme des Fahrzeugs. In jedem Gehäuse befinden sich der Traktionswechselrichter FT-800-3000, der Hilfsumrichter PSM-82 sowie ein Umrichterkühlsystem von Medcom. Damit hat Medcom ein modernes Antriebssystem entwickelt, das hohe Leistungs- und Zuverlässigkeitsparameter erreicht. Die Bremsenergie kann in die Oberleitung zurückgespeist werden und sorgt somit für eine Energieeinsparung. Die Gesamtlösung trägt zusammen mit der entwickelten Fahrzeugsteuerung zu einem geringeren Energieverbrauch und letztlich zu niedrigeren Fahrzeugbetriebskosten bei.

Medcom verfüge über die Technologie, die es ermögliche, in Polen völlig emissionsfreie und umweltfreundliche Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr anzubieten, äußerte sich Piotr Wroński, Vorstandsmitglied bei Medcom. Der neue Impuls sei auch der erste große Schritt zur Schaffung eines Elektro-Wasserstoff-Hybridzugs. Dank des Antriebssystems mit Wasserstoff-Brennstoffzellen könnten bereits Obusse in Riga ohne Traktionsnetz eine Strecke von bis zu 100 Kilometern zurücklegen; eine ähnliche Lösung sei auch im Wasserstoffbus Solaris Urbino 12 eingesetzt.

Medcom Halle 17 | 255