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InnoTrans Blog

Sicherer Testbetrieb unter Hochspannung

Oktober 2020

Sicherer Testbetrieb unter Hochspannung
Safety first: In einem Prüfkäfig werden die Schienenfahrzeuge Dutzenden von funktionellen und elektrischen Tests unterzogen. (Foto: Pilz GmbH & Co. KG)

Ein ganzheitliches Sicherheitskonzept der Pilz GmbH & Co. KG – von der Risikobeurteilung bis zum Betrieb mit dem Automatisierungssystem PSS 4000 – stellt dieSicherheit der Schienenfahrzeug-Prüfstände von Bombardier in Brügge sicher.

Die Pilz GmbH, ein Automatisierungsunternehmen aus der Nähe von Stuttgart, hat die Ausarbeitung und Umsetzung des für die Prüfstände notwendigen Sicherheitskonzepts verantwortet und somit die Risikoanalyse, sämtliche Berechnungen, die Programmierung, die Validierung und die Entwicklung des Konzepts durchgeführt. Denn: Bevor die Schienenfahrzeuge, die Bombardier im belgischen Brügge baut, auf internationalen Strecken fahren dürfen, werden diese verschiedenen funktionellen und elektronischen Tests unterzogen.

In Prüfständen testet Bombardier dafür unter 1.000 Volt Hochspannung mehr als 5.000 Anschlusspunkte je Zug. Dafür steuert das Automatisierungssystem PSS 4.000 von Pilz neben dem Not-Halt alle sicheren Ein- und Ausgänge mit dem codierten Sicherheitsschalter PSENcode.

PSENcode überwacht die Türen zum Prüfkäfig vor unbefugtem Öffnen. Sobald ein Not-Halt ausgelöst wird, wird zudem der gesamte Käfig von der Stromversorgung getrennt. Für diese Sicherheitsfunktionen stellt die Safety-Lösung den Mitarbeitern am Schaltschrank eine umfangreiche Diagnose zur Verfügung. Das Automatisierungssystem PSS 4.000 von Pilz umfasst Steuerungen in verschiedenen Leistungsklassen, zahlreiche E/A-Module sowie eine Visualisierungsund eine Engineeringsoftware. Je eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) übernimmt die Steuerung von zwei Prüfkäfigen. Im ersten Prüfkäfig wird eine SPS und im zweiten ein E/AModul platziert, die beide über das Echtzeit Ethernet SafetyNet p miteinander verbunden sind.

Effiziente Verwaltung der Daten

Innerhalb von PSS 4.000 können über die Software-Plattform PAS 4.000 Objekte separat getestet und in einer Programm-Bibliothek gespeichert werden. Neue Objekte können auf bereits vorhandenen basieren, haben aber ihre eigenen spezifischen Parameter. Die Erstellung eines zweiten, ähnlichen Programms kann schneller erfolgen, da sich der Programmieraufwand reduziert. Das Ergebnis ist ein sicherer und effizienter Testbetrieb mit niedrigen Stillstandzeiten der Anlage.