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Tunnellüftungssystem für die Metro Doha

Juni 2020

Tunnellüftungssystem für die Metro Doha (Foto: Zitrón)
Tunnellüftungssystem für die Metro Doha (Foto: Zitrón)

Das Projekt Metro Doha ist eine Besonderheit für alle beteiligten Bauunternehmen: Eine der größten Herausforderungen ist  der extrem straffe Zeitplan aufgrund der bevorstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022. Dies ist der Hauptmotor vieler Projekte, die in letzter Zeit im Staat Katar in Angriff genommen wurden.

Die Phase I des Doha-Metro-Projekts ist weltweit das anspruchsvollste aktuelle  Projekt für Tunnellüftungssysteme (Tunnel Ventilation System, TVS). Für das spanische Unternehmen Zitrón als TVS-Designer und -Lieferant bedeutete dies,  kurzfristig ein  Ausführungspaket,
bestehend aus integraler Konstruktion, Herstellung, Transport, Installation und Inbetriebnahme, umzusetzen. Es beinhaltete  die Ausrüstung aller 42 unterirdischen Stationen sowie einiger anderer spezifischer Standorte entlang der vier neuen Metro-Linien mit einem modernen Tunnellüftungssystem.  Hierfür wurden unter anderem mehrere hundert mechanische Ausrüstungen mit Feuer-festigkeit (250 Grad Celsius pro 2 Stunden) benötigt; zudem wurden 1.400 Kilometer Kabel für den Brandschutz (250 Grad Celsius pro 2 Stunden) verlegt.

BIM zur Projekterfüllung


Für das Doha-Metro-Projekt stellte das Zitrón-Schnittstellenteam eine multidisziplinäre Belegschaft aus Bau-, Maschinenbau- und Elektroingenieuren ein, die von einem Building Information Modelling (BIM)-Team aus spezialisierten Ingenieuren und Modellbauern unterstützt wurde.

Die hohe Leistung, Flexibilität und Problemlösungsmentalität des Teams ermöglichte es, das Design des Tunnellüftungssystems erfolgreich zu integrieren und rechtzeitig sowie ordnungsgemäß zu liefern.  Die verwendete BIM-Software setzte voraus, dass alle beteiligten Parteien in derselben 3D-Umgebung arbeiteten, Informationen in Echtzeit austauschten und ihre Aktivitäten im virtuellen Raum koordinierten.  Jede Änderung durch Architektur- oder andere Subsystemdesigner konnte in Echtzeit erkannt werden, was dazu beitrug, die Umsetzung des Entwurfs jeder Partei zu verbessern beziehungsweise die notwendigen Informationen vorzubereiten, die in den Schnittstellensitzungen/Workshops zur Lösung der aufgetretenen Konflikte diskutiert wurden.