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InnoTrans: eine Erfolgsstory made in Berlin.

Erinnern Sie sich noch an 1996? Es ist das Jahr, in dem das Schaf Dolly als erstes geklontes Säugetier das Licht der Welt erblickte und Deutschland im Londoner Wembley-Stadion zum dritten Mal als Fußball-Europameister triumphierte. In den Annalen ließen sich mühelos noch etliche populäre Highlights finden, die diesem Jahr ihren Stempel aufgedrückt haben. Doch was hat das alles mit der InnoTrans zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, aber bei einer zweiten, branchenbezogenen Betrachtung schon, denn 1996 wurde in Berlin die InnoTrans aus der Taufe gehoben.

Von Beginn an legte die Messe in allen wesentlichen Kennzahlen kontinuierlich und überdurchschnittlich zu, also bei den Aussteller- und Besucherzahlen genauso wie bei der Ausstellungsfläche und der internationalen Beteiligung. Schon im Jahr 2000 erreichte die alle zwei Jahre stattfindende InnoTrans den Status einer internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik – und baute ihn stetig aus. Im Jahr 2014 beging sie ein Jubiläum, öffnete zum zehnten Mal ihre Tore für die Bahnindustrie. Grund genug für einen Blick zurück auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Mitte der neunziger Jahre sieht die Schienenverkehrsindustrie den Bedarf für eine internationale Fachmesse an einem zentralen Standort in Europa. Die Wahl fällt auf Berlin, die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die aufstrebende Metropole, eine Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa mit traditionsreichem Messeplatz und guter Verkehrsinfrastruktur, ist prädestiniert. Hinzu kommt, dass Berlin auch ein historischer und weltweit bekannter Standort der Bahntechnik ist. Bereits im 19. Jahrhundert rollten in der Hauptstadtregion brandneue Lokomotiven aus den Fabriken.

Schon im Vorfeld der ersten InnoTrans wird der Grundstein für den Erfolg gelegt: die enge und bis heute anhaltende Zusammenarbeit mit der Industrie und den Gründungsverbänden der InnoTrans. Dazu zählen neben dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie das Deutsche Verkehrsforum (DVF) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Gemeinsam wird damals ein Messekonzept entwickelt, das auf dem Ausstellungsschwerpunkt Schienenverkehrstechnik und einer Gleisgeländeausstellung basiert. Später wird auch der Verband der Europäischen Bahnindustrien (UNIFE) ein Trägerverband der InnoTrans.

Am 15. Oktober 1996 eröffnen Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, Bahnchef Dr. Heinz Dürr und Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen die erste InnoTrans. 172 Unternehmen sind vertreten. Branchengrößen wie Adtranz, Linke-Hofmann-Busch, Siemens und die Deutsche Bahn zählen zu den Protagonisten der ersten Messe. Auch Knorr-Bremse, Voith Turbo sowie die Schaltbau AG und die Deutsche Waggonbau AG sind prominent vertreten. Es gibt zwei Ausstellungsstandorte: Neue Systeme und Komponenten für den Fahrzeugbau werden auf dem Gelände unter dem Funkturm gezeigt. Auf dem acht Kilometer entfernten Güterbahnhof Wilmersdorf wird das rollende Material präsentiert.

Mit Weitblick investiert die Messe Berlin in eigene Gleise und schon zur zweiten InnoTrans im Jahr 1998 steht eine 800 Meter lange Gleisharfe direkt auf dem Messegelände bereit – ein Meilenstein für die Entwicklung der InnoTrans. In den Messehallen vergrößert sich der Marktüberblick. Die Bereiche Gleisbau, Leit- und Sicherungstechnik sowie Fahrzeugservice sind umfangreich vertreten. Bereits zwei Jahre später titelt das Branchenmagazin Eisenbahningenieur: „InnoTrans 2000 wird zur Leitmesse für Schienenverkehrstechnologie“. Und tatsächlich ist die dritte InnoTrans eine Zäsur.

Die Gleisanlage wurde auf zwei Kilometer verlängert und reicht jetzt direkt bis zu den Ausstellungshallen. Mit der InnoTrans Convention bekommt die Messe ein klar strukturiertes fachliches Rahmenprogramm. Die Deutsche Bahn und die InnoTrans organisieren erstmals den East European and Asian Rail Summit, ein Spitzentreffen für die Branche. Damit steht der bis heute erfolgreiche Dreiklang der InnoTrans: Fachmesse, Gleisgeländeausstellung und InnoTrans Convention. In Größe und Qualität hat die Veranstaltung ein Niveau erreicht, mit dem sie uneingeschränkt die Rolle der internationalen Leitmesse übernimmt.

Die Einführung der beiden Messesegmente Railway Infrastructure und Public Transport kennzeichnen die InnoTrans 2002, genau wie ein neuer Ausstellerrekord. Erstmals kommen über 1.000 Unternehmen nach Berlin. Die Global Player Alstom, Bombardier und Siemens sind dabei, die Zuliefererindustrie, Verbände und Verkehrsunternehmen. Mit dem Virtual Market Place, ein neues Online-Marketing-Instrument für die gesamte Bahnbranche, geht die Messe auch im Internet neue Wege. Apropos Internet, für die InnoTrans 2004 steht den Besuchern erstmals eine Online-Registrierung zur Verfügung.

Doch die Besucher der InnoTrans 2004 profitieren auch vor Ort von einem neuen Service: Geführte Neuheitenrundgänge geben einen Überblick über die Innovationen der Branche. Zunehmend nutzt die Industrie die Messe als Marketingplattform für die medienwirksame Bekanntgabe von Kooperationen und Vertragsabschlüssen oder für Preisverleihungen, in erster Linie aber für die Präsentation von Produktneuheiten. Die InnoTrans ist das Trendbarometer der Bahnindustrie. So stellt 2004 beispielsweise der koreanische Hersteller Rotem Company erstmals seinen neuen Magnetbahnzug MagLev vor – eine von mehreren Weltpremieren.

Mit den zur InnoTrans 2006 neu hinzugekommenen Segmenten Interiors und Tunnel Construction deckt die Messe jetzt alle relevanten Themen der Verkehrsbranche mit einem eigenen Ausstellungsbereich ab. Das Thema Nachwuchs und Karriere wird aufgegriffen und findet auf dem Career Point Pavilion seinen Platz. Die Deutsche Bahn verleiht erstmals auf der InnoTrans ihr DB-Lieferantenprädikat, übrigens macht sie das bis heute. Bombardier feiert auf dem Gleisgelände die Weltpremiere der ersten dieselelektrischen Lokomotive aus der TRAXX-Produktfamilie.

Ab dem Jahr 2008 findet die Eröffnungsfeier der InnoTrans im Palais am Funkturm statt. Mit Antonio Tajana nimmt erstmals auch der EU-Kommissar für Verkehr an der Eröffnung teil, was die gewachsene politische Bedeutung der Veranstaltung unterstreicht. Die Gleisanlage wurde erneut verlängert und ist nun 3.500 Meter lang. Alstom zeigt dort seinen neuen Hochgeschwindigkeitszug AGV – ein Publikumsmagnet. Mit der Präsentation von Bussen werden im Bereich Public Transport neue Akzente gesetzt. Die UNIFE stellt erstmalig auf der InnoTrans ihre Weltmarktstudie für den Bahnmarkt (World Rail Market Study) vor.

Im Jahr 2010 sind erstmals über 2.000 Aussteller in Berlin dabei und die Messe knackt bei den Fachbesuchern die 100.000er-Marke. Erneut liegt die Internationalität bei über 50 Prozent. Die Bahnindustrie hat inzwischen ihre Innovationszyklen mit den Terminen der InnoTrans synchronisiert: 52 Weltpremieren werden 2010 vorgestellt. Highlight ist die Enthüllung des Hochgeschwindigkeitszugs Velaro D von Siemens auf dem Gleisgelände. Neu: In einer Speakers’ Corner können sich die Aussteller ohne Vorgaben eine Stunde dem Publikum präsentieren, ganz im Sinne des berühmten Vorbilds im Londoner Hyde Park.

Nichts geht mehr. Zur InnoTrans 2012 sind alle Messehallen sowie das Freigelände erstmals komplett belegt. Über 100 Schienenfahrzeuge stehen auf den messeeigenen Gleisen. Japan belegt als erstes Land eine ganze Messehalle und die Zahl der Weltpremieren verdoppelt sich auf 104. Eine neue Dimension erreicht die InnoTrans auch als Wirtschaftsmotor: Es werden Geschäftsabschlüsse von insgesamt 1,8 Milliarden Euro bekannt gegeben. Allein der Rahmenvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Fahrzeughersteller Pesa über die Lieferung von bis zu 470 Triebzügen umfasst einen Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro.

Mit dem Public Transport & Interiors Hallenforum bekommt die InnoTrans Convention ein neues Format. Die Themen Karriere, Ausbildung und Wissenschaft werden in der Career & Education Hall unter einem Dach vereint. Neu sind auch die CEO-Rundgänge, die Spitzenmanagern großer Unternehmen den Kontakt mit ihren Zulieferern oder potentiellen Geschäftspartnern ermöglichen. Für den Austausch zwischen europäischen Branchenvertretern und Repräsentanten aus dem Nahen Osten wird erstmals ein Majlis durchgeführt, eine im Nahen Osten traditionelle Versammlungsform.

Die zehnte Auflage der InnoTrans war ein Branchenevent der Superlative. Ein neuer Aussteller- und Fachbesucherrekord, 140 Weltpremieren, 145 Fahrzeuge auf dem Freigelände und eine gestiegene Besucherzufriedenheit sind die zentralen Punkte der bisher besten Messebilanz der InnoTrans. In Berlin präsentierten 2.758 Aussteller aus 55 Ländern ihre innovativen Produkte und Services. 138.872 internationale Fachbesucher aus über 100 Ländern besuchten die Veranstaltung. Mit der Einbeziehung des neuen Messegebäudes CityCube Berlin waren erstmals 40 statt bisher 38 Messehallen belegt. Zu den Neuheiten der InnoTrans 2014 zählten unter anderem der Future Mobility Park, auf dem zukunftsweisende kreative und visionäre Verkehrskonzepte vorgestellt wurden. Zudem gab es auf dem komplett belegten Frei- und Gleisgelände erstmals ein Special Gauge Display, wo Fahrzeuge mit Breit- und Schmalspur im Mittelpunkt standen.

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