Sichere Türöffnung auch bei Druckdifferenzen
Hohe Druckdifferenzen in Tunnelanla¬gen können das Öffnen von Flucht- und Servicetüren erschweren.

Druckentlastungssystem von Hodapp für eine sichere Türöffnung unter extremen Bedingungen Foto: Hodapp GmbH & Co. KG
Das von Hodapp entwickelte Druckentlastungssystem stellt sicher, dass Türen auch unter extremen Bedingungen zuverlässig geöffnet werden können – ein wesentlicher Beitrag zur Betriebssicherheit und Barrierefreiheit.
Das System erfüllt die Vorgaben der TL/ TP TTT (2012) und der EABT 80/100 (2019). Selbst bei Differenzdrücken bis 400 Pa bleibt die Türöffnungskraft unter 80 N. Prüfungen nach EN 1634-1 sowie Gutachten der MPA NRW und MPA Braunschweig bestätigen die Funktionssicherheit. Die Integration ist sowohl in Neubauten als auch in bestehenden Türanlagen möglich.
Das elektromechanische Prinzip öffnet die Tür zunächst um etwa 120 mm, um einen Druckausgleich herzustellen. Anschließend kann sie mit geringer Kraft vollständig geöffnet werden. Der gesamte Vorgang dauert maximal 1,2 Sekunden. Eine Akkupufferung stellt den Betrieb auch bei Stromausfall sicher, Funktionsprüfungen können über die Tunnelleitzentrale erfolgen.
Zur Verbesserung der Barrierefreiheit ermöglicht eine 90°-Öffnungshilfe das automatische Öffnen auch bei Gegendruck. Ergänzende Lösungen reduzieren die Bedienkraft am Türdrücker auf nur 25 N und erfüllen die Anforderungen der DIN EN 12217.
Die Systeme sind für ein- und zweiflügelige Dreh- oder Schiebetüren aus Stahl oder Edelstahl verfügbar, erreichen Feuerwiderstandsklassen bis EI2 120 und sind bis ±10 kPa druckbeständig. Typische Einsatzbereiche sind Hochgeschwindigkeits-, Straßen- und Eisenbahntunnel sowie Industrieanlagen mit wechselnden Drucklasten.