CO₂-reduzierte Schienen mit Auszeichnung
Der französische Hersteller Saarstahl Rail unterstützt das Nachhaltigkeitsmanagement internationaler Bahnunternehmen mit CO₂-reduzierten Schienen, nachhaltigen Lieferketten und Kreislaufwirtschaft.

High-quality CO₂-reduced rails for trams and heavy freight transport / Photo: Dirk Martin/Saarstahl Group
2024 wurde Saarstahl Rail, eine Tochtergesellschaft der Saarstahl- Gruppe, für ihr herausragendes Nachhaltigkeitskonzept mit dem „Sustainability Championship Award“ der Berlin Institute Supply Chain Management GmbH in der Kategorie Circularity ausgezeichnet. Saarstahl Rail ist das einzige Walzwerk in Europa, das CO₂-reduzierte Schienen anbietet, die aus Stahl gefertigt werden, der in einem Elektrolichtbogenofen produziert wird.
Mit einer jährlichen Kapazität von mehr als 400.000 Tonnen beliefert Saarstahl Rail nationale und internationale Bahnunternehmen. Grüne Schienen aus dem Werk in Hayange spielen so mit eine immer wichtigere Rolle für die internationale Mobilitätswende. Im Jahr 2025 haben Saarstahl Rail und SNCF Réseau einen langjährigen Vertrag über die Lieferung von CO₂- reduzierten Schienen mit einer Laufzeit von bis zu sechs Jahren unterzeichnet. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat auch die Deutsche Bahn im selben Jahr ihren ersten Vertrag für grüne Schienen mit Saarstahl Rail abgeschlossen.
Insgesamt produziert Saarstahl Rail CO₂-reduzierte Schienen für den Stadtverkehr sowie für den Haupt- und Untergrundbahnverkehr. Am Standort Hayange werden Schienen mit Längen von bis zu 108 Metern Länge und Profile gefertigt, die an unterschiedliche Gleisgeometrien und Belastungen angepasst sind. Einsatzbereiche sind unter anderem Straßenbahnsysteme, schwere Güterverkehrsstrecken und andere Bereiche, in denen hohe Verschleißfestigkeit und lange Wartungsintervalle wesentliche Anforderungen darstellen.
Der für die dekarbonisierten Schienen verwendete Stahl stammt vom Schwes-terunternehmen Saarstahl Ascoval, wo der Stahl in einem Elektrolichtbogenofen (EAF) vorwiegend aus recyceltem Schrott und alten Schienen erzeugt wird. Dieses Verfahren ersetzt den herkömmlichen Hochofenprozess und reduziert die direkten CO₂-Emissionen pro Tonne Stahl um etwa 70 Prozent. Die Stahlhalbzeuge werden überwie-gend per Bahn von Saarstahl Ascoval zu Saarstahl Rail transportiert, wodurch jährlich rund 1.400 Lkw-Fahrten entfallen. Dieser Wechsel des Transportmittels spart etwa 377.000 Liter Kraftstoff pro Jahr und senkt die transportbedingten Emissionen von etwa 1.000 auf rund 184 Tonnen CO₂.